Aktuelle Aktivitäten in Deutschland

 

Liebe Freunde von Hilfe für Ayacucho,

jetzt ist es wieder vollbracht - die Weihnachtsbescherung musste dieses Jahr natürlich etwas anders ablaufen als in den vergangenen 16 Jahren.

In Ayacucho ist jetzt Sommer, das heißt die Coronafallzahlen sinken, trotzdem war es dieses Jahr nicht möglich, unsere Geschenke in einer großen gemeinsamen Feier in den verschiedenen Dörfern zu verteilen. Stattdessen ist unsere Krankenschwester Luzmila entweder zu den einzelnen Familien gegangen oder hat die Sachen unter Abstandswahrung mit ihren Helfern im Freien verteilt. 

Es war ein zumindest etwas versöhnlicher Abschluss nach einem entbehrungsreichen und schweren Jahr für die Menschen in Ayacucho. 

Peru war die mit am schwersten von Corona betroffene Region in ganz Südamerika, viele, auch jüngere Menschen in Ayacucho sind gestorben, im Krankenhaus gab es längere Zeit keinen Sauerstoff mehr für die schwer Erkrankten. Das macht sich dann in einer Höhe von fast 3000 m noch stärker bemerkbar. 

Da viele Familien ohnehin unter der Armutsgrenze leben und täglich ihr Essen verdienen müssen, hat gerade diese Ärmsten die Krise sehr getroffen. So war es nicht verwunderlich, dass viele Familien nichts mehr zu essen hatten und Luzmila mit ihren Helfern zeitweise damit beschäftigt war, Lebensmittelpakete an bedürftige Haushalte zu verteilen. Andererseits war unsere Nähwerkstatt, in der Frauen aus Ayacucho Decken und Handtücher herstellen, die wir an  die neugeborenen Kinder im Krankenhaus von Ayacucho verteilen, eine willkommene Möglichkeit, diesen Frauen ein Basiseinkommen zu ermöglichen.

Letzten Endes war unsere Arbeit in Ayacucho insgesamt mehr gefragt denn je. Ruth war zuletzt im Februar in Ayacucho, da lief im Projekt noch alles in gewohnten Bahnen genau wie hier. Danach war dann alles anders, und wir sind dieses Jahr besonders dankbar, welche aufopfernde und tolle Arbeit unsere Helfer in Ayacucho geleistet haben! 

Auch wir hatten natürlich hier Probleme, Geld für unsere Projekte zu generieren, denn die gewohnten Wohnzimmerkonzerte mussten bis auf ein letztes Jazzkonzert Anfang März alle ausfallen, auch aus dem geplanten Weihnachtsmarkt ist ja leider nichts geworden. Umso glücklicher sind wir, dass unsere Weihnachtspäckchenaktion so großen Anklang gefunden hat, es kam ein Erlös von 3.500 € zusammen und dazu kommt noch das tolle Ergebnis der Tombola, die unsere Tochter Giuliana organisiert hat. 

Allen, die uns auch dieses Jahr unterstützt haben mit ihrer Hilfe, mit Spenden oder dem Kauf von Päckchen, Losen, Konzertkarten gilt unser herzlichster Dank!

Wir wünschen Euch allen frohe Weihnachten und einen gesunden Start ins Jahr 2021, das uns hoffentlich auch bei der ein oder anderen Veranstaltung wieder zusammenführt. Passt auf Euch auf!

Mit herzliche Grüßen

Ruth und Andreas Niethammer für "Hilfe für Ayacucho"